Herbstkonzert – I bin va Österreich

Der Auftrittsapplaus verhallt, kurz ist es muxmäuschenstill. Dann hebt Johannes Neuhold den Dirigierstab und der Musikverein Anger eröffnet sein Herbstkonzert mit der Festmusik der Stadt Wien von Richard Strauss.

Bis in die letzten Saalreihen und hinauf auf die Tribüne füllte das Publikum die Angerer Sport- und Kulturhalle mit Zuhörern. 65 Musikerinnen und Musiker spielten Stücke zum Thema „I bin va Österreich“ – unter ihnen auch 13 neue Vereinsmitglieder, die im Rahmen ihres ersten Konzertes mit dem MV Anger den Jungmusikerbrief überreicht bekamen. Bezirksobmann Hannes Urstöger zog mit seiner Moderation den roten Faden durch das Programm.

Vor dem fünften Stück ergriff dann Obmann Michael Derler das Wort und lüftete ein Geheimnis – er bat Werner Friedheim und seine Frau Maria auf die Bühne. Für seine außerordentlichen Verdienste in seiner 48-jährigen Mitgliedschaft – davon 12 Jahre als Kapellmeister, 34 Jahre als Stabführer und 27 Jahre als Obmann – wurde Werner Friedheim zum Ehrenobmann des Musikvereines Anger ernannt. Den Reigen der Ehrungen setzte Erich Riegler, Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes, fort, der danach das Wort ergriff und ihm für seine Verdienste in der Blasmusik auf Vereins- und Bezirksebene das Verdienstkreuz des Österreichischen Blasmusikverbandes in Gold verlieh. Bürgermeister Hubert Höfler überreichte Werner darauf die goldene Ehrenmedaille der Marktgemeinde Anger. Auch der stellvertretende Landeshauptmann Michael Schickhofer sprach ihm ehrende und dankende Worte aus.


Dreifach geehrt und ausgezeichnet wurde Werner Friedheim dann von Kapellmeister Johannes Neuhold an das Dirigentenpult gebeten um „seinen“ Marsch zu dirigieren. Denn hinter dem fünften Stück am Programm versteckte sich nicht wie angeführt der Kaffeeröster Marsch von Rosta Barista, sondern ein von Reinhard Summerer komponierter und dem Ehrenobmann Werner Friedheim gewidmeter Marsch mit dem Namen „Einen Moment Gehör“. Benannt wurde er von den Musikerinnen und Musikern des MV Anger nach einem von Werners viel zitierten und weit bekannten Sprüchen und Zitaten.

Stücke österreichischer Komponisten und Arrangeure erklangen auch in der zweiten Konzerthälfte. Peter Grabner zeigte im Solostück Walking On Ipanema Beach sein großes Können auf der Posaune. Traditionell nahm der Abend mit einem Marsch – diesmal mit dem Grazer Bummler – sein Ende.

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